Die Eiskapelle
im Nationalpark Berchtesgaden - dem einzigen deutschen Nationalpark in den Alpen
erstellt von Tobias Rödder
Die Eiskapelle stellt als tiefstgelegenes perennierendes (ganzjähriges) Schnee- und Eisfeld ein besonderes Geotop im Nationalpark Berchtesgaden dar. Nur aufgrund ausgesprochen hoher Akkumulationsraten im Winter ist es möglich, dass die Eiskapelle - auf lediglich 800-1000 m Seehöhe gelegen - auch in den Sommermonaten Wanderer mit ihrer Ausdehnung und den kalten Fallwinden von der Eisoberfläche überrascht.
Zwischen Mai 2007 und Mai 2008 wurden die Akkumulationsbedingungen mit verschiedenen Methoden (GIS, Vermessung, Modelldaten zur Schneeverfrachtung) untersucht und die einzelnen Schneetransportprozesse im Einzugsgebiet der Eiskapelle analysiert.
Die Ergebnisse der Untersuchungen und Geländearbeiten werden auf den folgenden Seiten vorgestellt.
Bereits seit 1984 wird die Höhle der Eiskapelle jährlich durch den Verein für Höhlenkunde München in ihrer Gesamtlänge und Größe vermessen.
www.vhm-muenchen.de
Die kontinuierliche Datenreihe zeigt eine große jährliche Variabilität der Eishöhle.
Weitere Informationen finden Sie bei:
WOLF, A. (1998): Die Eiskapelle beim Königssee, Watzmann (Berchtesgadener Alpen). In: Salzburger Geographische Materialien Vol. 28: 111-121. Salzburg.
WOLF, A. (2005): Die Eiskapelle am Königssee. In: Karst und Höhle. Band Berchtesgaden 2005: 140-149. München.
WOLF, A. (2007): Die Eiskapelle am Königssee – ein schmelzendes Naturwunder? 23 Jahre Höhlenforschung im Gletschereis des Nationalpark Berchtesgaden. In: Untertage Alpin 2007: 86-88.

